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Kurzschlußspannung


Ein wichtiges Maß für den Trafo ist die sogenannte Kurzschlußspannung, die meist in Prozent angegeben wird. Sie wird bei einem Kurzschluß in der Ausgangswicklung gemessen.



Die Kurzschlußspannung

Verbindet man die beiden Anschlüsse der Ausgangswicklung eines Trafos direkt ohne einen Widerstand dazwischen, so liegt ein Kurzschluß vor. Es fließt ein Kurzschlußstrom.


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Kurzschluß auf der Sekundärseite eines Trafos


Die Kurzschlußspannung ist die Spannung, die an der Eingangswicklung anliegt, damit bei kurzgeschlossener Ausgangswicklung der Nennstrom des Trafos fließt.

Je kleiner die Kurzschlußspannung ist, desto größer ist der Kurzschlußstrom bei einem Kurzschluß in der Ausgangswicklung! Nur Trafos mit hoher Kurzschlußspannung sind kurzschlußfest, d. h. bei einem Kurzschluß in der Ausgangswicklung ist der Kurzschlußstrom so gering, daß er den Trafo nicht beschädigt. Eine hohe Kurzschlußspannung bedeutet aber auch einen hohen Innenwiderstand des Trafos, d. h. mit zunehmender Belastung nimmt die Spannung an der Ausgangswicklung des Trafos ab. Daher gilt:

Trafos mit niedriger Kurzschlußspannung sind spannungssteif, Trafos mit hoher Kurzschlußspannung sind spannungsweich.

Beim Einschalten von Trafos fließt oft kurzzeitig ein hoher Einschaltstrom, der etwa das zehnfache des Nennstromes des Trafos betragen kann! Daher müssen Sicherungen auf der Primärseite des Trafos immer den doppelten Wert haben, wie der Nennstrom des Trafos.


Bitte beachten Sie unbedingt die Warnhinweise!

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