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Vorsicht vor der Netzspannung!


Beim Basteln haben wir es mit Elektrizität zu tun. Die meisten Schaltungen werden mit Kleinspannungen unter 30 Volt betrieben. Diese kann z. B. aus Batterien oder aus einem Netzteil kommen. Trotzdem ist auch der richtige Umgang mit der Netzspannung ein sehr wichtiges Thema! Daher zuerst ein paar ernst zu nehmende Worte.



Netzspannung kann tödlich sein!
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Achtung:

Die direkte Berührung mit der 230 Volt Netzspannung kann tödlich sein!

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pfeil.gif Wechselspannungen über 50 Volt und Gleichspannungen über 120 Volt sind für Menschen lebensgefährlich!

Für Tiere gilt das gleiche bei Wechselspannungen über 25 Volt und Gleichspannungen über 60 Volt.

Die Berührung mit einer Wechselspannung ist immer gefährlicher als die mit einer Gleichspannung, da es bei Wechselspannungen von 50 Hz bereits zu Herzkammerflimmern kommen kann!


Daher sollten Laien grundsätzlich keine Arbeiten und Änderungen an Elektroinstallationen durchführen!

Anders sieht die Sache aus, wenn jemand Elektriker gelernt hat und weiß was er tut. Aber auch in diesem Fall sollte man sämtliche Dinge wirklich auch nur so machen, wie man es gelernt hat.

Jeder Elektriker und Elektroniker sollte die fünf Sicherheitsregeln auswendig können!



Wirkungen des elektrischen Stromes auf den Körper

Wir haben in Deutschland ein Vierleiternetz, d. h. die drei Außenleiter (früher Phasen genannt) L1, L2 und L3 und ein Nulleiter (PEN). Zwischen einem Außenleiter und dem Nulleiter liegt eine Spannung von 230 Volt und zwischen zwei Außenleitern eine Spannung von 400 Volt. Der Sternpunkt jedes Trafos ist geerdet. An diesem geerdeten Sternpunkt ist der Nulleiter angeschlossen. Der Nulleiter liegt damit auf Erdpotential. Jeder Außenleiter hat daher auch 230 Volt gegen Erde! In Gebäuden wird der Nulleiter normal in Neutralleiter (N) und Schutzleiter (PE) aufgetrennt.

Kommt eine Person mit dem Neutralleiter einer Steckdose, an dem kein Gerät betrieben wird, in Berührung, so passiert nichts weil sich die Person wie auch der Neutralleiter auf Erdpotential befinden. Kommt eine Person dagegen mit einem Außenleiter, z. B. L1 in Berührung, dann wird ein Stromkreis vom Außenleiter L1 über das Erdpotential geschlossen! Durch die Person fließt ein Strom. Die Höhe dieses Stromes ist von mehreren Dingen abhängig:

  • Körperwiderstand: Dieser ist je nach Person leicht unterschiedlich. Üblicherweise wird hier ein Mittelwert von etwa einem Kilo-Ohm angenommen.
  • Übergangswiderstand zur Erde: Je geringer dieser ist, desto höher ist der durch den Körper fließende Strom! Wer z. B. im vierten Stock auf einen Holzboden steht hat einen schlechteren Kontakt zur Erde als jemand, der im Garten auf dem Rasen steht!

Neben der der Stromstärke ist auch die Einwirkdauer des Stromes wichtig. Ströme unter 1 mA sind normal nicht warnehmbar. Ströme bis etwa 10 mA haben noch keinen Einfluß auf die Herzschlagfolge und sind daher noch ungefährlich. Ströme über 10 mA sind bei längerer Einwirkdauer über 1 Sekunde schon gefährlich. Und bei kürzerer Einwirkdauer weit unter 1 Sekunde wirds ab etwa 30 mA gefährlich! Natürlich spielt auch der körperliche Zustand einer Person eine Rolle, wieviel Strom von dieser letzlich vertragen wird.


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Wirkung des elektrischen Stromes auf den menschlichen Körper


Nehmen wir einmal den Extremfall an das eine Person mit nackten Füßen auf einer geerdeten Metallschiene steht und mit einer Hand an den Außenleiter L1 kommt. Der Körperwiderstand soll 1 Kilo-Ohm betragen. Dann fließt nach dem Ohmschen Gesetz ein Strom von:


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230 mA.... Hier wird nicht einmal der Notarzt helfen können, da diese Person schon lange vor seinem Eintreffen tot wäre...


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