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Fehler vermeiden


Immer wieder werden Fehler beim Umgang mit der Netzspannung gemacht, die sich vermeiden lassen. Die wichtigsten Dinge sollen einmal kurz genannt werden.



Allgemeine Tips
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Grundsätzlich gilt: Wer sich nicht auskennt und nicht genau weiß was er tut, sollte grundsätzlich die Finger davon lassen!

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  • Arbeiten und Änderungen an Elektroinstallationen dürfen nur von Fachkräften vorgenommen werden!
  • Es geht nicht (nur) darum, daß eine Elektroanlage richtig angeschlossen ist und korrekt funktioniert, wie viele Laien immer wieder glauben. Wichtiger ist, daß die Anlage auch im Falle eines auftretenden Fehlers noch richtig funktioniert und sicher ist!
  • Es sind immer die VDE-Bestimmungen zu beachten!
  • Vor dem Öffnen eines Gerätes immer Netzstecker ziehen!
  • Wer ein geöffnetes Gerät betreiben muß um z. B. Messungen daran durchzuführen, sollte einen Trenntrafo benutzen!
  • Sehr wichtig ist neben dem richtigen Anschluß auch eine sichere, fachgerechte Verbindung! Das heißt z. B. das Leiterisolierungen nicht unter Klemmschrauben geraten, die Klemmschrauben fest angezogen werden und beim Anschluß flexibler Leitungen immer Aderendhülsen benutzt werden!
  • Lose Klemmstellen führen zu Wackelkontakten und erwärmen die Kontaktstelle was zu Bränden führen kann. Auch hohe Übergangswiderstände z. B. durch korridierte Leiter oder Kontakte führen besonders bei hohen Strömen zu starker Erwärmung was ebenfalls Brände auslösen kann!
  • Das Verzinnen der blanken Enden flexibler Leitungen ist bei Netzanschlußleitungen grundsätzlich verboten! Hier sind ausnahmslos Aderendhülsen zu verwenden!
  • Zum Prüfen ob eine Leitung spannungsfrei ist, dürfen nur zweipolige Spannungsprüfer, sogenannte Duspole, oder VDE-Meßgeräte verwendet werden! Einpolige Spannungsprüfer funktionieren bei gut isolierten Standorten nicht richtig, weshalb sie in Fachkreisen oft als Lügenstift bezeichnet werden.
  • Zum Prüfen ob eine Leitung spannungsfrei ist, dürfen keine Multimeter benutzt werden! Durch ihren hohen Innenwiderstand zeigen Multimeter oft Störspannungen durch kapazitive Einstreuungen an und gaukeln einem so vor, die Leitung sei nicht ganz spannungsfrei.


Fehler die oft in Haushalten gemacht werden
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Hier geht es um häufige Fehler in Haushalten, die mir so im Laufe der Zeit aufgefallen sind.

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  • Steckdosenleisten, an denen viele Geräte angeschlossen werden (z. B. 4- oder 6-fach Leisten) sollten keine Billigdinger für 5 Euro aus dem Baumarkt sein! Diese haben meist dünne und minderwertige Kontakte was gerade bei größeren Lasten zu Problemen führen kann.
  • Die Adern der Anschlußleitung von Steckdosenleisten sollten immer einen Leiterquerschnitt von 1,5 mm2 haben und nicht weniger! Normalerweise muß bei einer Querschnittsverringerung wieder neu abgesichert werden. Haben die Adern der Anschlußleitung z. B. nur einen Querschnitt von 0,75 mm2, kann man sich ja vorstellen was passiert, wenn man an eine solche Steckdosenleiste eine Gesamtlast von 12 Ampere anschließt: Die Anschlußleitung schmort einfach weg!
  • Steckdosenleisten nicht mehrfach hintereinander stecken! Auch hier besteht das Problem der Überlastung.
  • Geräte mit mehr als 10 A Anschlußwert gehören immer an eine eigens abgesicherte Steckdose! Und sie gehören auch immer direkt an eine Steckdose und nicht an Verlängerungsleitungen oder gar Mehrfachsteckdosen! Der Anschluß solcher Geräte an minderwertige Verlängerungsleitungen oder Mehrfachsteckdosen kann wegen Überlastung dieser zum Brand führen.
  • Normale Tischsteckdosen für drinnen haben im Freien nichts zu suchen! Dafür gibt es extra wassergeschützte Mehrfachsteckdosen, die einen Deckel haben. Auch bei Kabeltrommeln gilt das gleiche! Selbst wenn diese einen Schutzschalter haben, sollte das kein Grund sein, gegen diese Regel zu verstoßen.
  • Glühlampenfassungen aus Kunststoff sind nur für Glühlampen bis zu einer Leistung von 60 Watt ausgelegt! Meistens steht dies auch drauf. Dreht man hier eine mit 75 oder gar 100 Watt hinein, so kann die Fassung wegen zu großer Hitze schmelzen, was zu Kurzschlüssen und Bränden führen kann. Nur Metallfassungen vertragen Glühlampen mit einer Leistung von 100 Watt! Bei diesen muß allerdings das Metallgehäuse mit dem Schutzleiter (PE) verbunden werden.
  • Schadhafte Leitungen gehören IMMER ausgetauscht und dürfen nicht mit Isolierband u. ä. geflickt werden! Verlängerungs- und Anschlußleitungen sollte man von Zeit zu Zeit auf Beschädigungen prüfen.
  • Installationen in Garagen, Kellern, auf Dachböden, in Gartenlauben und erst recht im Freien gehören immer in Feuchtraumausführung! Schalter, Steckdosen, Abzweigdosen und Lampen die hier verlegt werden, müssen die mindestens die Schutzart IP 44 aufweisen.
  • In die Erde gehört nur richtiges Erdkabel und keine anderen Leitungen - auch keine Feuchtraumleitung wie z. B. NYM!
  • Nach der DIN VDE 0100-410, die am 1. Juni 2007 erschien, ist ein RCD (Fehlerstromschutzschalter) mit 30 mA für alle Steckdosenstromkreise bis 20 Ampere vorgeschrieben, die für die Benutzung durch Laien oder zur allgemenen Verwendung vorgesehen sind! Ausgenommen sind Steckdosen für bestimmte Verbraucher, z. B. Kühlschränke, die aber gesondert gekennzeichnet werden müssen. Altanlagen haben zwar Bestandsschutz, sobald an ihnen aber etwas geändert oder erweitert wird, tritt auch hier diese Pflicht ein, d. h. der Fehlerstromschutzschalter muß dann nachgerüstet werden!

Bitte beachten Sie die Hinweise zur Seite!

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