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Womit richtig messen?


Ein Multimeter im Spannungsmeßbereich hat einen hohen Eingangswiderstand. Normalerweise ist das auch wünschenswert, denn je höher der Eingangswiderstand eines Spannungsmesser ist, desto geringer wird die Spannungsquelle mit der Messung belastet und desto genauer das Meßergebnis. Allerdings werden durch einen hochohmigen Spannungsmesser auch die hochohmigen Störspannungen auf abgeschalteten Netzleitungen kaum beeinflußt und angezeigt.

Das fatale ist: Man weiß nicht, ob die mit einem Multimeter an einer Netzleitung z. B. gemessenen 100 Volt eine Störspannung durch kapazitive Einstreuung ist, oder ob die Leitung noch Spannung von einer Spannungsquelle führt. Im ersteren Fall würde ein Berühren der Leitung ungefährlich, im zweiten allerdings nicht! Zum Messen, ob eine Netzleitung wirklich spannungsfrei ist, sollte man daher kein Multimeter benutzten!



Welches Meßgerät?

Abhilfe schafft ein Spannungsmesser, der einen geringeren Innenwiderstand hat, so daß die Störspannungen zusammenbrechen und nicht mehr angezeigt werden. Dazu gibt es z. B. die zweipoligen Spannungsprüfer, auch Duspol genannt. Sie haben geringere Innenwiderstände als die Multimeter und manchmal auch noch einen zuschaltbaren Lastwiderstand. Nur mit ihnen kann man sicher messen, ob eine Leitung wirklich spannungsfrei ist oder nicht.

Einpolige Spannungsprüfer sind dagegen zu vermeiden! Sie funktionieren z. B. an gut isolierten Standorten nicht mehr richtig. Daher werden sie in Fachkreisen auch oft als Lügenstift bezeichnet.


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