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Wechselrichter


Man kann auch aus einer Gleichspannung auch eine Wechselspannung machen. Dieses ist aufwendiger als umgekehrt aber z. B. mit einer Thyristorschaltung möglich.



Die Thyristorschaltung

Man benötigt zuerst einen Taktgeber, der die Impulse in der richtigen Frequenz für die Thyristoren erzeugt. Das kann z. B. ein astabiler Multivibrator sein.

Die hier gezeigte Schaltung eines einfachen Wechselrichters habe ich schon mehrmals gesehen. Allerdings sind mir keine Werte für die Bauteile bekannt. Das gilt besonders für den Kondensator und die Spule. Die Schaltung hier ist auch nur zur Veranschaulichung gedacht, wie so etwas funktionieren kann. Fertige Wechselrichter gibt es im Fachhandel zu kaufen. Wer selbst einen Wechselrichter bauen möchte, findet Schaltpläne dazu auf einigen Hobbyelektronikerseiten im Internet. Dort einfach mal nachschauen!


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Die Thyristorschaltung


Nehmen wir an, der Thyristor Th1 wird als erster gezündet. Dann fließt der Gleichsstrom über die Spule L1 zum mittleren Anschluß M des Trafos und von dort über den oberen Anschluß O des Trafos durch den Thyristor Th1 zum Minuspol der Gleichstromquelle. Der vom mittleren zum oberen Trafoanschluß fließende Strom induziert auch in der Ausgangswicklung des Trafos eine Spannung, die dort abgenommen werden kann. Gleichzeitig tritt auch am unteren Trafoanschluß U die gleiche Spannung auf wie am oberen. Dadurch lädt sich der Kondensator C1 auf den doppelten Wert der Betriebsspannung auf, da sein zweiter Anschluß mit dem oberen Trafoanschluß O verbunden ist.


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Stromfluß wenn Thyristor Th1 leitend ist


Wird der Thyristor Th2 gezündet, dann fließt der Gleichstrom über die Spule L1 zum mittleren Anschluß M des Trafos und von dort über den unteren Anschluß U des Trafos durch den Thyristor Th2 zum Minuspol der Gleichstromquelle. In der Ausgangswicklung des Trafos entsteht wieder die gleiche Spannung - nur mit umgekehrter Polarität als im vorigen Fall! Der Kondensator C1 lädt sich dabei wieder auf den doppelten Wert der Betriebsspannung auf, nur dieses Mal mit entgegengesetzter Polarität.


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Stromfluß wenn Thyristor Th2 leitend ist


Bleiben noch die Dioden D1 und D2. Wird am Ausgang ein Verbraucher angeschlossen, der eine Blindleistung hat, so tritt zwischen der Wechselspannung und dem Wechselstrom eine Phasenverschiebung auf. Eilt der Wechselstrom der Wechselspannung nach, so kann er über die Dioden weiterhin fließen.

Einfache Wechselrichter, so wie dieser hier, erzeugen nur eine Rechteckspannung. Einige Geräte funktionieren damit schon, aber eben nicht alle.


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Rechteckförmige Wechselspannung


Bessere Wechselrichter, die es im Fachhandel zu kaufen gibt, erzeugen meist eine trapezförmige Wechselspannung, die für die meisten Geräte ausreichend ist.


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Trapezförmige Wechselspannung


Die Erzeugung von richtigen sinusförmigen Wechselspannungen ist dagegen sehr aufwendig und nur mit teuren Spezialgeräten möglich.


Bitte beachten Sie unbedingt die Warnhinweise!

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