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Leuchtdiode (LED)


Eine Leuchtdiode (kurz LED genannt) ist eine Diode, die aufleuchtet, wenn sie in Durchlaßrichtung betrieben wird. Früher in den 80er Jahren gab es nur rote, gelbe und grüne Leuchtdioden. Die blauen waren damals sehr teuer (über 10 DM für eine Diode!). Heute sind dagegen auch die blauen Leuchtdioden für wenig Geld zu haben und es gibt daneben auch weiße sowie superhelle Leuchtdioden.



Eigenschaften und Verwendung

led.gif Genau wie normale Dioden haben Leuchtdioden zwei Anschlüsse: Die Anode und die Kathode. Sie leuchten nur, wenn der Strom von der Anode zur Kathode fließt. Wird die Diode in Sperrichtung betrieben, leuchtet sie nicht da kein Strom fließen kann. Allerdings haben die meisten LEDs nur eine geringe maximale Sperrspannung. Daher sollte man eine Verpolung vermeiden, da die LED so zerstört werden kann. Aus dem gleichem Grund sind LEDs auch gegen elektrostatische Aufladungen empfindlich!

Leider sind die Anschlußbezeichnungen nicht einheitlich. Oft ist das Anschlußbein der Kathode etwas kürzer oder das Gehäuse auf Seite der Kathode etwas abgeflacht. LEDs haben eine höhere Durchlaßspannung als normale Dioden. Sie liegt je nach Typ der Leuchtdiode zwischen 1,5 bis 4,0 Volt.

  • Rote LEDs: 1,6 Volt
  • Gelbe LEDs: 2,0 Volt
  • Grüne LEDs: 2,2 Volt
  • Blaue LEDs: 3,0 bis 4,0 Volt
  • Weiße LEDs: 3,0 bis 4,0 Volt

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Verschiedene Leuchtdioden mit 5 mm Durchmesser


Der höchstzulässige Strom durch eine LED, der Durchlaßstrom, liegt bei älteren LEDs bei etwa 50 mA. Wenn man eine LED aber an dieser Belastungsgrenze betreibt, ist ihre Lebensdauer nicht sonderlich hoch! Die meisten LEDs erreichen bei einem Durchlaßstrom von etwa 15 bis 20 mA bereits eine hohe Leuchtkraft, daher haben sich diese Werte als Standardwerte eingebürgert. Die Begrenzung des Stromes erfolgt durch ein Vorwiderstand. Daher zuerst ein wichtiger Merksatz:

LEDs immer mit einem Vorwiderstand anschließen da die LED ansonsten sofort zerstört wird!

Heute gibt es auch superhelle LEDs, die eine besonders hohe Leuchtkraft haben und immer mehr Einzug halten. Sie werden z. B. in kleinen Taschenlampen verwendet. Auch für sie gilt der erwähnte Durchlaßstrom von 15 bis 20 mA. Ihre Vorteile gegenüber normaler Glühlampen sind klar: Einen deutlich geringeren Stromverbrauch und eine erheblich höhere Lebensdauer! Diese superhellen LEDs haben aber meist eine höhere Durchlaßspannung als die normalen Typen.

Bei den superhellen Leuchtdioden sollte man vermeiden direkt in den Strahl zu blicken - es besteht die Gefahr von Netzhautschäden!


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Eine superhelle weiße LED


Weiterhin gibt es zweifarbige LEDs, sogenannte Duo-LEDs. Diese haben drei Anschlüsse und leuchten in zwei Farben, je nachdem an welchem Anschluß die Betriebsspannung liegt.


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Duo-Leuchtdioden mit 5 mm Durchmesser


Eine weitere Art sind die RGB-LEDs, die sechs Anschlüsse haben. Diese können drei Farben erzeugen: Rot, Grün und Blau. Jede Farbe ist über zwei Anschlüsse seperat ansteuerbar. Durch Verändern der Ströme können die einzelnen Farben heller oder dunkler geregelt und damit unterschiedlich gemischt werden, was eine neue Farbe ergibt.

Wie man sieht, haben LEDs in der Elektronik vielfach Einzug gehalten, da sie gegenüber Glühlampen erhebliche Vorteile bringen.

LEDs funktionieren nur an einer Gleichspannung! Zum Anschluß an eine Wechselspannung muß vor die LED ein Gleichrichter geschaltet werden.


Bitte beachten Sie unbedingt die Warnhinweise!

© Copyright: 2005-2017 Mario Lehwald
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