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Stabilisierung des Arbeitspunktes


Nimmt die Temperatur im Transistor zu, dann steigt auch sein Kollektorstrom an. Dadurch sinkt die Spannung UCE, was eine Verschiebung des Arbeitspunktes zur Folge hat. Daher muß der Arbeitspunkt stabilisiert werden. Dazu gibt es drei Möglichkeiten.



Stabilisierung durch Heißleiter

Hier wird der Widerstand R2 im Basisspannungsteiler als Heißleiter (NTC) ausgeführt. Der Heißleiter wird so montiert, daß er thermischen Kontakt zum Transistor hat. Nimmt die Temperatur im Transistor zu, nimmt der Widerstand des Heißleiters ab. Dadurch sinkt die Spannung zwischen Basis und Emitter UBE und der Kollektorstrom IC.


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Arbeitspunktstabilisierung durch Heißleiter (NTC)



Stabilisierung durch Spannungsgegenkopplung

Bei der Spannungsgegenkopplung verbindet man den Basisspannungsteiler nicht mit der Betriebsspannung, sondern mit dem Kollektor. Nimmt nun wegen Temperaturanstiegs im Transistor der Strom im Kollektorkreis zu, so fällt am Kollektwiderstand Rc auch eine größere Spannung ab. Dadurch ist die Spannung am Basisspannungsteiler um den Spannungsabfall an Rc verringert, wodurch auch die Spannung an der Basis des Transistors und damit die Spannung UBE geringer wird. Das führt dazu, daß der Transistor wieder mehr sperrt womit auch der Kollektorstrom geringer wird.


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Spannungsgegenkopplung



Stabilisierung durch Stromgegenkopplung

Bei der Stromgegenkopplung wird im Emitterkreis ein Widerstand eingebaut, der etwa 1/10 so groß ist wie der Lastwiderstand RC im Kollektorkreis. Nimmt nun wegen Temperaturanstiegs im Transistor der Kollektorstrom IC zu, so fällt am Emitterwiderstand RE auch eine größere Spannung ab. Die Spannung UR2 bleibt wegen des Spannungsteilers aber gleich, so daß die Spannung zwischen Basis und Emitter UBE kleiner wird. Dadurch sperrt der Transistor wieder mehr was zu einer Verringerung des Kollektorstromes führt. Die Stromgegenkopplung wird wohl am häufigsten angewendet.


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Stromgegenkopplung


Arbeitspunktstabilisierung durch Stromgegenkopplung:

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Wird durch den Emitterwiderstand die Verstärkung zu weit herabgesetzt, so kann man dem Emitterwiderstand noch einen Kondensator parallelschalten. Dieser läßt nur das Wechselspannungssignal durch, welches dem Emitterwiderstand so umgehen kann.


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Emitterwiderstand mit parallelgeschaltetem Kondensator


Ein Berechnungsbeispiel dazu findet man hier!

Weitere Transistor-Grundschaltungen siehe bei den Verstärkern!


Bitte beachten Sie unbedingt die Warnhinweise!

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