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Grundlagen


Bei Spulentonbandgeräten, Tape-Decks oder Cassettenrecordern unterscheidet man drei grundlegende Vorgänge.



Löschvorgang

Jedes Tonbandgerät hat einen Löschkopf. Dieser sitzt vor dem Sprech- oder Aufnahmekopf. Beim Aufnahmevorgang wird der Löschkopf an das Band gebracht und von einem Gleich- oder Wechselstrom durchflossen, wodurch sich ein magnetisches Feld aufbaut, welches das Tonband zunächst magnetisch sättigt und anschließend entmagnetisiert, so daß die vorherige Aufnahme gelöscht ist. Der zumeist verwendete Wechselstrom für den Löschkopf wird in einem Oszillator erzeugt.



Sprech- oder Aufnahmevorgang

Das niederfrequente Nutzsignal, welches auf das Band aufgenommen werden soll, wird zunächst durch den Aufsprechverstärker verstärkt, und dann auf den Sprech- oder Aufnahmekopf gegeben. Dieser magnetisiert das Band, welches vorher durch den Löschkopf gelöscht wurde. Dieser Vorgang ist im Detail allerdings recht kompliziert. Zusammen mit dem Nutzsignal wird auch ein hochfrequenter Wechselstrom, der sogenannte Vormagnetisierungsstrom, mit auf das Band gegeben.

Im Aufsprechverstärker müssen weiterhin Frequenzkorrekturen stattfinden. Z. B. muß der Aufsprechstrom zu den hohen Frequenzen hin ansteigen, da es bei den hohen Frequenzen Verluste durch die gegenseitige Entmagnetisierung der Magnetpartikel auf dem Band gibt.



Hör- oder Wiedergabevorgang

Um das Signal vom magnetisierten Tonband wieder abzutasten, wird der Hör- oder Wiedergabekopf verwendet. Das abgetastete Signal wird dem Wiedergabeverstärker zugeführt, der es soweit verstärkt, das es z. B. über die Ausgangsbuchsen einen HiFi-Verstärker zugeführt werden kann.

Auch im Wiedergabeverstärker muß eine Frequenzgangkorrektur (Entzerrung) stattfinden. So steigt die Verstärkung zu den höheren Frequenzen hin an. Es gibt auch festgelegte Entzerrungskennlinien, z. B. die Norm IEC.


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