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Messen


Ohne Messen geht es nicht in der Elektrotechnik! Man unterscheidet zunächst zwischen analogen und digitalen Meßgeräten. Da letztere eine größere Genauigkeit erreichen und man das Meßergebnis einfacher ablesen kann, haben sich die digitalen Meßgeräte immer mehr durchgesetzt. Hat man aber ein sich ständig veränderndes Meßergebnis, z. B. eine Aussteuerungsanzeige, so ist hier das analoge Zeigerinstrument die bessere Wahl!


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Ein digitales Multimeter


Es gibt Meßgeräte für Spannung (Voltmeter), Strom (Amperemeter), Widerstände (Ohmmeter), Kapazitäten und Induktivitäten. Die wichtigsten sind die ersten drei genannten. Mit einem Multimeter kann man mehrere Dinge wie z. B. Spannung, Strom oder Widerstände messen.


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Die Skala eines analogen Multimeters



Einige Grundregeln zum Messen

Meßgeräte sind teuer und sollen lange leben. Daher ist es wichtig bei ihrem Gebrauch einige Grundregeln zu beachten.

1. Zu Anfang immer größten Meßbereich wählen!
Aus Sicherheitsgründen sollte man zu Anfang immer den größten Meßbereich einstellen. Ist er zu groß, kann man ihn anschließend verringern.

2. Immer im oberen Drittel des Meßbereiches ablesen!
Bei analogen Meßinstrumenten sollte der Meßbereich so eingestellt werden, daß sich der Zeiger im oberen Drittel der Meßskala befindet, da hier das Meßergebnis am genauesten ist.

3. Immer auf die richtige Meßart achten!
Bei Strommessung hat das Meßgerät nur einen sehr kleinen Innenwiderstand. Wer mit dieser Einstellung versucht eine Spannung zu messen, zerstört das Meßgerät (eine Sicherung hilft da auch nicht immer) und riskiert beim Messen höherer Spannungen sogar Verletzungen durch Explosion des Gerätes.

4. Ohmmessungen nur im spannungsfreien Zustand!
Ansonsten wird das Meßgerät beschädigt oder zerstört! Auch eventuell aufgeladene Kondensatoren in der Schaltung müssen vor der Messung entladen sein.

5. Nur einwandfreie Meßleitungen und -stecker verwenden!
Korridierte Stecker führen zu Übergangswiderständen und damit zu falschen Meßergebnissen.

6. Vorsicht beim Messen der Netzspannung!
Schadhafte Meßleitungen und -stecker nicht mehr verwenden und sofort austauschen! Stecker nur am isolierten Teil anfassen. Bei Netzleitungen kommt es oft zu induktiven und kapazitiven Einstreuungen. Diese sind recht hochohmig, d. h. diese Fehlspannungen brechen schon bei der kleinsten Belastung zusammen. Ein Multimeter hat gewöhnlich einen sehr hohen Innenwiderstand, d. h. diese Fehlspannungen werden von ihm kaum beeinflußt und somit gemessen. So kann ein Multimeter an einer spannungsfreien Leitung noch Spannungen von 60 Volt oder mehr anzeigen obwohl diese in Wirklichkeit spannungsfrei ist. Daher gilt:

Zur Prüfung ob eine Netzleitung spannungsfrei ist, dürfen grundsätzlich keine Multimeter benutzt werden! Zu diesen Zweck ist ausnahmslos ein richtiges VDE-Meßgerät oder ein Duspol zu verwenden! Diese haben geringere Innenwiderstände und lassen Fehlspannungen durch kapazitive und induktive Einstreuungen zusammenbrechen.


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