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Meßwerke


Analoge Meßgeräte gibt es auch als Einbaugeräte, die oft verwendet werden. Bei den analogen Meßwerken unterscheidet man zwischen zwei Grundtypen.



Dreheisenmeßwerke

Das Dreheisenmeßwerk besteht aus einer Spule, in deren Innern ein Eisenplättchen befestigt ist. Hier ragt die Zeigerachse hinein, auf der ebenfalls ein Eisenplättchen befestigt ist. Sobald durch die Spule ein Strom fließt, entsteht ein Magnetfeld welches die beiden Eisenplättchen in gleicher Weise magnetisiert. Sie stoßen sich gegenseitig ab und die Zeigerachse mit dem Zeiger schlägt aus; je nach Stärke des Stromes mehr oder weniger stark.

Dreheisenmeßwerke haben folgende Eigenschaften:

  • Einfacher Aufbau
  • Unempfindlich gegen magnetische Einwirkungen von außen
  • Messung von Gleich- und Wechselspannung oder -strom möglich
  • Hoher Eigenverbrauch
  • Nicht geeignet zur Messung sehr kleiner Ströme und Spannungen
  • Die Skaleneinteilung ist nichtlinear
  • Genauigkeit zwischen 1,5 und 2,5 Prozent

Aufgrund ihres einfaches Aufbaues sind Dreheisenmeßwerke billiger. Allerdings ist ihre Genauigkeit nicht so hoch und es lassen sich mit ihnen keine sehr kleinen Ströme (unter 50 mA) und Spannungen (unter 5 Volt) messen.



Drehspulmeßwerke

Das Drehspulmeßwerk besteht aus einer drehbar gelagerten Spule, die mit einem Zeiger verbunden ist. Um die drehbar gelagerte Spule herum befindet sich ein Dauermagnet. Fließt ein Strom durch die Spule, wird in ihr ein Magnetfeld und damit ein Drehmoment erzeugt, welches den Zeiger ausschlagen läßt. Je nach der Stärke des Stromes ist der Zeigerausschlag mehr oder weniger stark.

Drehspulmeßwerke haben folgende Eigenschaften:

  • Hohe Empfindlichkeit und Genauigkeit
  • Messung von Gleichspannung und Gleichstrom
  • Lineare Anzeigeskala
  • Nullpunkt kann in der Skalenmitte liegen
  • Geringer Eigenverbrauch
  • Bei Wechselstrom oder -spannung wir der arithmetische Mittelwert angezeigt

Um mit einem Drehspuelmeßwerk Wechselstrom- oder -spannung zu messen, muß man dem Meßwerk einen Gleichrichter vorschalten!


100micro.jpg

Ein Einbau-Drehspulmeßgerät mit 100µA



Genauigkeiten

Bei analogen Zeigermeßgeräten wird die Genauigkeitsklasse in Prozent angegeben, z. B. 1,5 oder 2,5 Prozent. Dieser Wert bezieht sich immer auf das Skalenende! Bei einem Spannungsmesser mit einem Skalenendwert von 100 Volt bedeutet eine Genauigkeitsklasse von 2,5 Prozent z. B. das der angezeigte Meßwert um 2,5 Volt vom wahren Meßwert abweichen kann! Man bezeichnet dies auch als absoluten Fehler. Bei einer Meßspannung von 100 Volt wäre das eine Abweichung von 2,5 Prozent, bei einer Meßspannung von 25 Volt schon 10 Prozent Abweichung! Dies bezeichnet man als relativen Fehler.

Um den relativen Fehler gering zu halten, sollte man, wenn möglich, den Meßbereich bei einem analogen Multimeter immer so einstellen, daß der Zeiger sich im letzten Drittel der Skala befindet.


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