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Entladegerät für 1,25 Volt Akkus


Besonders die Akku-Mignonzellen mit 1,25 Volt finden vielfach Verwendung, z. B. in MP3-Playern oder Digitalkameras. Oft hat man das Problem, das zwei oder auch mehrere Akkuzellen, die zusammen in einem Gerät verwendet werden oder werden sollen, nicht den gleichen Ladezustand haben. Lädt man diese zusammen auf, so wird der Akku mit der geringeren Ladung nicht richtig voll bzw. der mit der größeren Ladung überladen.

Beim Betrieb des Gerätes schwächt der nicht vollständig geladene Akku die ganze Kette, was bald zu Unterspannung führt. In diesem Fall ist es besser, wenn man alle Akkus erstmal richtig entlädt, bevor sie zusammen wieder aufgeladen werden.



Die Schaltung

Man kann einen Akku mit Hilfe einer Glühlampe oder eines Widerstandes mit z. B. 10 oder 20 Ohm entladen. Das Problem ist aber, das man den Akku nicht tiefentladen darf, weil er dadurch Schaden nimmt! Er sollte niemals unter 0,6 bis 0,7 Volt entladen werden. Schließt man für längere Zeit einfach eine Glühlampe oder einen Widerstand an, so wird der Akku dadurch komplett bis auf 0 Volt entladen.

Dieses Problem läßt sich mit einer Diode lösen, die man in Reihe zur Glühlampe oder zum Widerstand schaltet. An der Diode fallen etwa 0,7 Volt ab. Sie verhindert daher eine Entladung des Akkus auf unter 0,6 bis 0,7 Volt. Das wäre schon alles.


akkuentlader.gif

Die Schaltung des Entladegerätes


Bleibt nur noch die Frage, wie man das einigermaßen praktisch aufbauen kann. Ich habe mich erstmal für Glühlämpchen für eine Spannung von 1,5 Volt entschieden, weil man damit besser sieht, wann der Akku entladen ist. Dies ist der Fall, wenn der Glühdraht gänzlich erloschen ist.

Die Schaltung wurde auf einer Streifenplatine aufgebaut, und das auch zweimal, so daß sich damit zwei Akkus gleichzeitig entladen lassen. Die Platine wurde auf ein Stück Holzplatte mit Abstandsrollen geschraubt. Für die Akkus gibt es Halterungen, die sich direkt auf eine Platine löten lassen. Damit beim Einlegen des Akkus die Platine nicht durchbricht, habe ich unter die Halterungen noch je eine Abstandsrolle gelegt und diese zusammen mit der Halterung festgeschraubt. Auch für die Fassungen der Glühlämpchen gibt es Versionen zum Einlöten.


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Die Teile für das Entladegerät


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...beim Zusammenbau


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Das fertige Entladegerät


Dieses einfache Ding habe ich schon mehrmals für die Akkus meiner Digitalkamera angewendet. Ein Akkusatz (2 Akkus) hielt z. B. nur noch wenige Minuten. Eine Spannungsmessung zeigte bei einem Akku eine deutlich geringere Spannung. Also wurden beide einen Tag lang in das Entladegerät gesteckt und entladen. Nach dem anschließenden gemeinsamen Aufladen war die Kapazität deutlich größer.

Allerdings besteht natürlich auch die Möglichkeit, das ein Akku mit der Zeit kaputt geht. Dieser läßt sich meist nicht wiederbeleben. Man muß hier also probieren!


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