Home  •  Impressum  •  Sitemap

Durchgangsprüfer


Mit einem Durchgangsprüfer kann man Leitungen auf Durchgang prüfen, d. h. ob sie elektrischen Kontakt miteinander haben. Ist dies der Fall, gibt der Prüfer ein Signal, entweder als Licht oder als Ton. Elektronische Geräte haben einen sehr kleinen Prüfstrom, so daß man damit auch Halbleiterbauteile prüfen kann, ohne sie zu überlasteten.



Ein einfacher Durchgangsprüfer

Ein einfacher Durchgangsprüfer, der bei Durchgang einen Ton ausgibt, läßt sich ebenfalls sehr gut mit einem astabilen Multivibrator aufbauen.


durchgangspruefer.gif

Ein einfacher elektronischer Durchgangsprüfer


Auch hier werden anstelle der Leuchtdioden zwei Widerstände mit 1 Kiloohm eingesetzt. An dem Kollektor eines Transistors, hier ist es T2, wird mit einem weiteren Transistor (T3) ein kleiner Lautsprecher angekoppelt. Der Widerstand R5 begrenzt den Strom durch den Lautsprecher. Mit den gezeigten Werten für R2 / C1 und R3 / C2 ergibt sich folgende Frequenz:


durchgangspruefer1.gif

durchgangspruefer2.gif

durchgangspruefer3.gif

durchgangspruefer4.gif

Die Tonhöhe von 2645 Hz ergibt sich allerdings nur, wenn beide Kontakte des Prüfeinganges direkt verbunden werden (fast 0 Ohm). Liegt zwischen dem Prüfeingang ein Widerstand, so addiert sich dieser jeweils zu den Werten von R1 bis R4 dazu. Wenn die Widerstände R2 und R3 größer werden, werden auch die Schaltzeiten t1 und t2 länger! Dadurch nimmt die Frequenz oder Tonhöhe des Multivibrators ab.

Anhand der Tonhöhe kann man somit erkennen, ob die zu prüfenden Leitungenden direkten Kontakt (also fast 0 Ohm) miteinander haben, oder ob dazwischen ein gewisser Widerstand vorhanden ist. Wer Lust hat, kann mit den gezeigten Formeln mal die Frequenzen für verschiedene Widerstandswerte am Prüfeingang ausrechnen. Dazu addiert man einfach den Widerstandswert am Prüfeingang zu den Werten von R2 und R3 dazu. Liegt zwischen dem Prüfeingang z. B. ein Widerstand von 1 Kiloohm, so verringert sich die Tonhöhe auf etwa 1930 Hz, bei 5 Kiloohm auf 928 Hz und bei 10 Kiloohm auf 264 Hz.


durchgangspruefer1.jpg

Vor Baubeginn des Durchgangsprüfers


Die zu prüfende Leitung muß immer spannungslos sein! Falls dennoch eine Fremdspannung an den Prüfeingang gelangt, sorgt die Diode D1 zumindest dafür, daß sie nur in einer Richtung schwingen kann.


durchgangspruefer2.jpg

Die fertige Schaltung


Betreiben kann man die Schaltung gut mit einem 9 Volt Block. Wichtig ist auf jeden Fall die Feinsicherung F1, damit bei eventuellen Kurzschlüssen durch defekte Bauteile die Spannungsversorgung sofort abgeschaltet wird. Der Aufbau ist einfach und erfolgte auf einer kleinen Streifenplatine.


durchgangspruefer3.jpg

Prüfen der fertigen Schaltung


Eingebaut wurde die Schaltung zusammen mit dem 9 Volt Block in ein kleines Kunststoffgehäuse. Die Prüfanschlüsse wurden als 4 mm Buchsen herausgeführt.


durchgangspruefer4.jpg

Die fertige Schaltung im Kunststoffgehäuse


Bei nicht verbundenen Prüfanschlüssen fließt zwar kein Strom mehr, man kann aber nie ausschließen, daß auch in diesem Fall zwischen dem Kollektor und Emitter von T3 noch winzigste Ströme fließen können, weil hier weiterhin die Batteriespannung anliegt. Um die Batterie zu schonen, wurde sicherheitshalber noch ein Schalter eingebaut.


durchgangspruefer5.jpg

Der fertige Durchgangsprüfer


Bitte beachten Sie die Hinweise zur Seite!

© Copyright: 2005-2014 Mario Lehwald
www.hobby-bastelecke.de