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Thyristortester


Die einwandfreie Funktion eines Thyristors läßt sich nicht einfach mit einem Multimeter prüfen. Seine Funktion kann man nur in einer Schaltung testen.



Ein einfachster Thyristortester

Mit dieser sehr einfachen Schaltung kann man einen Thyristor testen. Beachte: Der Taster S2 ist ein Öffner!


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Eine einfache Schaltung zum Testen eines Thyristors


Durch Drücken des Tasters S1 wird der Thyristor gezündet und die LED D1 muß leuchteten. Das darf sich auch nicht ändern wenn der Taster S1 wieder losgelassen wird - die LED muß weiterhin leuchten!

Erst durch Drücken des Tasters S2 wird der Stromkreis unterbrochen und damit der Haltestrom unterschritten. Der Thyristor muß jetzt sperren und die Leuchtdiode verlöschen.

Der Thyristor wird mit Leitungen mit der Schaltung verbunden. Die komplette Schaltung des Thyristortesters sieht dann so aus:


thyristortester.gif

Die komplette Schaltung des Thyristortesters


Diese Schaltung ist zwar als reiner Thyristortester gedacht, jedoch kann man mit ihr auch einen Triac testen, allerdings nur die Funktion bei positiven Steuerspannungen! Ein Triac zündet bekanntlich auch mit einer negativen Steuerspannung. Diese Funktion läßt sich mit dieser Schaltung allerdings nicht testen. Es gibt aber bei ELV-Elektronik einen kleinen Bausatz für einen Thyristor- und Triactester, der beim Triac auch die Funktion mit einer negativen Steuerspannung testet.



Einbau in ein Gehäuse

Ich habe diese einfache Schaltung in ein kleines Kunststoffgehäuse eingebaut. Als Spannungsquelle tut es ein 9 Volt Block. Um die Batterie einfach wechseln zu können, bot sich ein Gehäuse mit einem von außen aufklappbaren Fach für einen 9 Volt Block an, wie man es im Fachhandel bekommt.


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Der Thyristortester während des Baus


Als Anschluß für den Thyristor wurden erstmal drei 4 mm Buchsen vorgesehen (Anode, Gate und Kathode). An diesen kann man drei beschriftete Leitungen mit kleinen Krokodilklemmen anschließen. Allerdings wäre eine Möglichkeit zum Stecken noch besser. So habe ich mir noch eine Buchsenleiste besorgt, deren Rastermaß passend ist für einen Thyristor in einem TO-220 Gehäuse. Man kann den Thyristor also einfach dort hineinstecken. Die jeweiligen Anschlüsse auf der Buchsenleiste werden mit denen der 4 mm Buchsen einfach parallel geschaltet.

Weil die Anschlüsse von Thyristoren unterschiedlich belegt sein können, habe ich nicht drei, sondern fünf Steckbuchsen vorgesehen. Die Anschlußbelegung der Steckbuchsen ist folgendermaßen: 1. Buchse Anode, 2. Buchse Gate, 3. Buchse Kathode, 4. Buchse Anode und 5. Buchse Gate. Damit lassen sich alle Kombinationen von Anschlußbelegungen eines Thyristors nutzen.

Und wie wird die Buchsenleiste am Gehäuse befestigt? Sie wird einfach auf ein Stück Streifenplatine gelötet, das mit Hilfe von Abstandsrollen am Gehäusedeckel festgeschraubt wird. Vorher muß man noch in den Gehäusedeckel an der gewünschten Stelle ein Langloch machen, durch das die Buchsenleiste nach außen schaut.


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Innenansicht des fertigen Thyristortesters


Dann wurden noch die beiden Taster und die LED eingebaut. Als Bauteile hat man nur zwei Widerstände, und die lassen sich bequem irgendwo zwischenlöten. Da ich eine LED mit eingebauten Innenwiderstand genommen habe, ist lediglich der Widerstand für den Gatenanschluß übrig geblieben.


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Der fertige Thyristortester
Die Bezeichnungen der Anschlüsse sind zusätzlich eingezeichnet.


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