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Multivibrator (Blinkschaltung)


Diese Schaltung lernt bestimmt jeder Elektronik-Anfänger zuerst kennen! Man kann sie vielfältig einsetzen, z. B. als Blinkschaltung im Modellbau, für die Modelleisenbahn, oder auch als Werbegag. Auch lassen sich mit ihr einfache Töne erzeugen, wenn man einen Lautsprecher an den Multivibrator ankoppelt.



Bau einer einfachen Blinkschaltung

Die Schaltung und Funktion des Multivibrators wurde bereits hier erklärt. Ich habe diese Schaltung mit zwei Leuchtdioden aufgebaut. Mit den Vorwiderständen von 680 Ohm für die beiden Leuchtdioden läßt sich diese Schaltung mit einer Gleichspannung von 9 bis 12 Volt betreiben.


multivibrator1.gif

Ein einfacher Multivibrator


bc546.gif

Die Anschlußbelegung des Transistors BC 546
(gültig auch für BC 547 und BC 548)


multivibrator.jpg

Der fertig aufgebaute Multivibrator auf einer Lochrasterplatine


multivibrator2.jpg

Nach Anlegen der Betriebsspannung blinken die LEDs abwechselnd!


Durch Veränderung der Werte für C1 und R2, sowie C2 und R3, kann man die Schaltzeiten oder die Frequenz der Schaltung verändern. Haben beide RC-Glieder, also C1 und R2, sowie C2 und R3 identische Werte, so leuchten beide LEDs gleichlang auf. Man kann das auch genau berechnen:

Die Zeiten der beiden RC-Glieder werden nach der gleichen Formel berechnet:

multivibrator1.gif   multivibrator2.gif

Die beiden Zeiten t1 und t2 werden dann addiert, und dann die Frequenz F berechnet:

multivibrator3.gif   frequenz.gif

Bei der Berechnung muß man nur auf gleiche Einheiten achten! Also Kiloohm in Ohm und Mikrofarad in Farad umrechnen. Bei der oben gezeigten Schaltung wäre die Berechnung dann:

multivibrator4.gif   multivibrator5.gif

Jede LED leuchtet 1.086 Sekunden auf! Die Berechnung der Frequenz ist dann:

multivibrator6.gif   multivibrator7.gif

Die Schaltung schwingt also mit 0,46 Hz! Ich habe mit dieser Schaltung ein wenig experimentiert. Was ist im folgenden Schaltbild anders?


multivibrator2.gif

Auch diese Schaltung hat die gleiche Blinkfrequenz wie die obige!


Genau! Im Gegensatz zur vorigen Version betragen die Werte für R2 und R3 hier 4,7 Kiloohm - sind also durch 10 geteilt worden. Die Werte für C1 und C2 betragen dagegen 330 µF und sind mit 10 multipliziert worden. Das Ergebnis, also die Blinkfrequenz, ist daher genau die gleiche wie oben, was man leicht mit der obigen Formel nachrechnen kann! Wenn man an dieser Schaltung die Betriebsspannung anlegt, wird man aber feststellen, das die LEDs nicht, wie im vorigen Fall, fast schlagartig erlöschen, sondern deutlich langsamer, als ob sie schnell runtergedimmt werden. Das liegt an den in dieser Schaltung größeren Kapazitäten!

Ich habe schon öfter verschiedene Blinkschaltungen aufgebaut, wo mir diese Unterschiede im Verlöschen der LEDs aufgefallen sind. Wer einen "knackigen" Übergang von einer LED zur anderen wünscht, der sollte auf kleine Werte für C1 und C2 achten, und dafür die Widerstände größer machen! Und wer er es weicher haben möchte, macht das eben genau umgekehrt!


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