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Ein einfacher Phasenschiebergenerator


Ob nun als Testsignal zum Durchtesten eines Verstärkers oder einfach zum Experimentieren: Oft braucht man ein Sinussignal mit einer Frequenz von z. B. 1 KHz. Diese kann man mit einem einfachen Phasenschiebergenerator erzeugen.



Die Schaltung des Phasenschiebergenerators

Die Grundschaltung des Phasenschiebergenerators wurde bereits hier beschrieben. Bei der folgenden Schaltung wurden allerdings vier CR-Glieder verwendet. Zusätzlich enthält die Schaltung noch einen Ausgangstreiber, der als Emitterfolger arbeitet. Dieser ist nötig, damit der Oszillator nicht durch einen zu niedrigen Eingangswiderstand des angeschlossenen Gerätes zu stark belastet wird, was zum Zusammenbruch der Ausgangsspannung führen würde. Beide Stufen sind durch den Kondensator C5 gleichstrommäßig voneinander getrennt.


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Ein einfacher Phasenschiebergenerator mit einer Frequenz von etwa 1000 Hz


Mit dem Poti P1 stellt man die korrekte Kurvenform des Sinus ein. Dazu benötigt man allerdings ein Oszilloskop.

Die Kondensatoren C1 bis C4 und die Widerstände R1 bis R4 bestimmen die Frequenz. Mit den angebenen Werten ergibt sich je nach Toleranz der Bauteile eine Ausgangsfrequenz von etwa 1100 bis 1300 Hz. Man kann natürlich auch eine andere Frequenz wählen. Die Berechnung dazu lautet folgendermaßen:

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Bei der Berechnung muß man auf gleiche Einheiten achten! Also Kiloohm in Ohm und Mikrofarad in Farad umrechnen!



Der Bau des Phasenschiebergenerators

Die Schaltung wurde zuerst auf einer Streifenplatine aufgebaut. Anschließend wurden die beiden Potis angeschlossen und die Schaltung mit dem Oszilloskop getestet. Sie funktionierte auf Anhieb. Falls das nicht der Fall sein sollte, muß man zuerst solange am Poti P1 drehen, bis die Schaltung sauber schwingt. Die Betriebsspannung kann zwischen 9 und 12 Volt liegen.


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Die fertige Schaltung


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Die Schaltung im fast fertigen Alugehäuse


Nach dem Funktionstest wurde die Schaltung in ein kleines Aluminiumgehäuse eingebaut. Die beiden Potis wurden selbstverständlich zusammen mit den Anschlußbuchsen auf die Frontplatte gesetzt. Nachdem alles fertig war, gab es einen weiteren Funktionstest mit dem Oszilloskop. Nachdem der Sinus mit dem Poti P1 korrekt eingestellt war, habe ich die Schaltung an dem Frequenzzähler angeschlossen und die Frequenz genau gemessen. Sie liegt konstant bei 1,134 KHz. Mit dem Poti P2 kann man die Höhe der Ausgangsspannung einstellen.


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Messung der Frequenz


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So sieht der mit dem Poti P1 korrekt justierte Sinus aus


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Nicht korrekt justierter Sinus (mit dem Poti P1)


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Nicht korrekt justierter Sinus (mit dem Poti P1)


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Nicht korrekt justierter Sinus (mit dem Poti P1)


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