Home  •  Impressum  •  Sitemap

Antennen


Bis zum Jahr 2004 wurde das analoge Fernsehen ausgestrahlt. Für einen optimalen, also möglichst rauschfreien Empfang, war damals eine Außenantenne auf dem Dach empfehlenswert.

Ich hatte damals in den 80er Jahren zunächst eine Zimmerantenne, wo nur das erste Programm wegen der Sendernähe gut empfangen wurde. Das zweite und das dritte Programm waren schon verrauscht. Ende der 80er Jahre wurde dann neben dem Haus eine Außenantenne auf einem Mast montiert. Seitdem war der Empfang hervorragend und auch die damals noch neuen Programme RTL und Sat 1, die mit der Zimmerantenne wegen der geringen Sendeleistung nur schlecht zu empfangen waren, wurden mit der neuen Außenantenne gut empfangen.

Geläufig waren drei Antennenarten:

  • 1. VHF-Bereich (Very High Frequency):
    Für die TV-Kanäle 4 bis 12 (41 - 230 MHz).
  • 2. UHF-Bereich (Ultra High Frequency):
    Für die TV-Kanäle 21 bis 69 (470 - 862 MHz).
  • 3. UKW-Bereich (Ultra-Kurzwelle):
    Für den Rundfunkbereich von 88 bis 109 MHz.

Für den VHF-Bereich meist eine Yagi-Antenne verwendet. Das ist eine Richtantenne mit einem Dipol und einigen Direktoren vor sowie einem Reflektor hinter dem Dipol.

Für den UHF-Bereich wurde oft eine sogenannte Corner-Antenne verwendet. Auch das ist eine Richtantenne mit einem Schmetterlingsdipol und einigen Direktoren vor dem Dipol, sowie einen Winkelreflektor hinter dem Dipol.

Für den UKE-Bereich gibt es Einzeldipole oder Kreuzdipole, sowie spezielle UKW-Antennen in Form einer Yagi-Antenne.


corner.jpg

Zwei Corner-Antennen für den UHF-Bereich (14.05.2009)


Oft waren mehrere Antennen nötig, da nicht alle Programme von einem Fernsehturm abgestrahlt wurden. In Kiel wurde z. B. das erste Programm auf Kanal 5 (VHF) vom Sendemast Heischberg in Kronshagen und das zweite Programm auf Kanal 35 (UHF) vom Sendeturm am Viehburger Gehölz abgestrahlt. Man brauchte also mindestens eine VHF-Antenne, die zum Sendeturm Kronshagen, sowie eine UHF-Antenne, die zum Fernsehturm am Viehburger Gehölz ausgerichtet wurde.

Im Jahr 2004 wurde das analoge Fernsehen abgeschaltet und seitdem wird das digitale Fernsehen (DVB-T) ausgestrahlt. DVB-T nutzt die gleichen Frequenzen, wie das frühere analoge Fernsehen. In Kiel ist die Abstrahlrichtung horizontal polarisiert, d. h. die Welle schwingt in der horizontalen Richtung, so daß vorhandene Dachantennen, die meist horizontal ausgerichtet sind, weiter benutzt werden können. Allerdings gibt es heute spezielle Dachantennen für DVB-T.


kiel01.jpg

UHF-Antenne (unten), VHF-Antenne (Mitte) und UKW-Antenne (oben)
(14.05.2009)


kiel02.jpg

UHF-Antenne (unten), VHF-Antenne (Mitte) und UKW-Antenne (oben)
(14.05.2009)


kiel03.jpg

UHF-Antenne (unten) und VHF-Antenne (Mitte) und Dipol für UKW (oben)
(14.05.2009)


kiel04.jpg

UHF-Antenne (unten) und VHF-Antenne (Mitte) und Dipol für UKW (oben)
(20.05.2009)


kiel05.jpg

Satellitenschüssel (unten), zwei Corner-Antennen (Mitte), darüber eine VHF-Antenne und ein Dipol für UKW (oben)
(20.05.2009)


Bitte beachten Sie unbedingt die Warnhinweise!

© Copyright: 2005-2017 Mario Lehwald
www.hobby-bastelecke.de