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Eigener Videorecorderservice?


Obwohl ich mittlerweile die Grundlagen der Videorecorder und ihre Funktion kenne, überlasse ich richtige Reparaturen und Einstellarbeiten immer dem erfahrenen TV-Techniker. Warum?



Kann man selber etwas einstellen?

Ein VHS-Videorecorder kann Dutzende von Fehlerquellen haben, wenn er nicht mehr richtig funktioniert. Angefangen von der Elektronik (Kopfverstärker, Synchronisation, Kopfrad- und Servosteuerung) bis hin zu den mechanischen Fehlerquellen wie dem Bandlauf, Spurlage, Kopf- und Andruckrollenverschleiß. Einige meinen, sie könnten das Gerät aufmachen und da mal eben selber dran herumdrehen, aber das ist ein gewaltiger Irrtum! Ich kann nur raten:

Laßt grundsätzlich die Finger von sämtlichen Einstellungen an Videorecorern!

Wer nicht genau weiß was er tut und auch nicht die dazu nötigen Meßgeräte und Einstellcassetten hat, macht alles nur noch schlimmer oder Gerät völlig unbrauchbar. Daher sollte man einen Videorecorder bei Störungen immer in eine Fachwerkstatt bringen!

Zum Einstellen von Spurlage, den Bandführungsbolzen, des kombinierten Ton- und Snychronkopfes oder elektronischen Dingen wie den Kopfverstärkern braucht man erstmal ein normgerechtes Meßband. Das ist eine VHS-Cassette aus einem speziellem Bandmaterial, auf der normgerechte VHS-Signale mit einem professionellem und exakt eingestellten Videogerät aufgezeichnet wurden. Daher kann man ein solches Meßband auch nicht einfach mit irgendeinem Recorder auf eine Leercassette kopieren. Die hohe Qualität der kopierten Signale ist dahin und für einen exakten Abgleich nicht mehr geeignet.

Als Endkunde kommt man nur schwer an ein richtiges Meßband heran. So eine Cassette kostet in der Regel einige Hundert Euro! Und für Einstellungen am Kopfrad, z. B. der Unwucht, braucht man noch teurere Drehmomentcassetten. Allerdings kann man heute mit Glück schon einmal ein gebrauchtes Meßband für den Preis eines einfachen DvD-Spielers bekommen. Allerdings ist es mit dem Meßband alleine noch lange nicht getan.

Neben dem Meßband braucht man auch noch ein Oszilloskop und die Abgleichanleitung des Herstellers, also das Service-Manual für den entsprechenden Videorecorder. Mit diesen Dingen lassen sich Einstellungen und Abgleichungen an einem Videorecorder vornehmen, allerdings nur, wenn man die dazu nötigen Kenntnisse besitzt! Denn letztlich muß man die Signale des Meßbandes am Oszilloskop auch richtig deuten können und wissen, wie sie richtig auszusehen haben. Und gerade hier ist der Hobbyelektroniker dem Techniker in einer Fachwerkstatt, der diese Dinge täglich macht, weit unterlegen.

Außer der Reinigung oder einen defekten Elko wechseln kann man daher auch als Hobbyelektroniker recht wenig an Videorecordern selber machen.


Bitte beachten Sie die Hinweise zur Seite!

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